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27. Oktober 2008
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Flashback
Reisebericht Venus 2008
Einige Tage vor der Reise nach Berlin war soweit schon alles erledigt. Dienstag kam ein Anruf von unserem Fahrer, das er erkrankt sei und die Reise absagen müsste.
Meine Gedanken: „ Mist – Berlin hat eine Umweltzone. Welche Plakette brauchen wir eigentlich in Berlin ?“
Laut Internet kann man zur Zeit noch mit einer roten, einer gelben und einer grünen nach Berlin in die Umweltzone fahren. Dies haben mir auch zwei Berliner User bestätigt, also ab zu ATU und noch schnell eine Plakette am Abreisetag besorgt.
Meine Partnerin und ich einigten uns darauf, das wir gegen 23 Uhr gemütlich nach Berlin zu Venus fahren. Tasche gepackt, Brötchen belegt, Klamotten eingepackt, Kamera war aufgeladen, Eintrittskarten und Gewerbeschein waren im Rucksack. Also dann ab ins Auto und los geht es – nach Berlin zur Venus.
Auf der Fahrt zu meiner Partnerin kam ganz plötzlich und unerwartet der Herbst. Ich wusste nicht das Bäume soviel Laub haben. Die ganze Fahrbahn lag voller Laub.
Im Auto wurde sich dann erstmal über die Brötchen her gemacht und die Fahrt verlief angenehm und ruhig. Irgendwann kam dann das Verlangen nach einem Kaffee auf – Schild mit der ansprechenden Tasse Kaffee drauf gefunden und beschlossen, wir halten an und trinken einen. Leider hatte das Cafe nachts zu – vielleicht sollten die Betreiber mal darüber nachdenken die Öffnungszeiten mit auf dem Schild anzugeben.
Raststätten sind scheinbar Mangelware im Osten, dort gibt es zig Autohöfe, bei denen man von der Autobahn runter muss – der Kaffedurst wurde drängender, also Autohof angefahren und von einer sehr freundlichen Angestellten einen gut schmeckenden Kaffee entgegengenommen.
Bisher war wenig los auf der Autobahn, einige LKWs und nur vereinzelt ein einsames Auto dazwischen. Dann passierten wir das Schild :“ Sachsen-Anhalt - das Land der Frühaufsteher“ und ich fragte mich ob die Einwohner des Bundeslandes nachts um 2:30 Uhr nichts besseres zu tun haben als auf der Autobahn zu fahren – ein Verkehr wie kurz vor der Rush –Hour. Kaum hatten wir Sachsen –Anhalt verlassen, war die Autobahn wieder leer.
Etwa 200 km vor Berlin packte uns dann die Müdigkeit, unsere Mitfahrer schliefen schon längst auf der Rückbank und wir beschlossen uns ein wenig aufs Ohr zu legen.
Fast eingeschlafen, öffnete der Autofahrer vor uns mit der Fernbedienung sein Auto – durch das Blinken des Autos schreckte ich hoch und an Schlaf war von meiner Seite aus nicht mehr zu denken. Mein Mann – unser Einkäufer - hat ca. 1 Std. geschlafen, sich gestreckt, herzhaft gegähnt und weiter ging es.
Etwa 80 km vor Berlin kam die Frage auf – fahren wir direkt auf die Venus oder erst zu unserer Unterkunft. Diese Frage klärten mein Mann und ich – während unsere Mitfahrer weiter selig schliefen – auf der Raststätte bei einem Latte Macciato Caramel ( bei dem eindeutig das Caramel fehlte ) geklärt. Da die Venus erst um 10:00 Uhr ihre Tore öffnete, wollten wir erstmal zu unserer Unterkunft fahren , damit wir Frauen uns auch noch ein wenig aufhübschen können.
Schmunzeln musste ich über die „Nichtraucher Damen-Toilette“ auf der jede Kabine einen Namen hatte – ich beschloss auf Einstein zu gehen.
In Berlin standen wir dann im zähfliessenden Verkehr und die Zeit meinte ganz plötzlich schnell umzugehen, so das wir unsere Pläne umwarfen und direkt auf den Messeparkplatz fuhren. Inzwischen war meine Partnerin auch wieder wach und ich erzählte lachend, das ich auf Einstein Pippi machen war ( der Witz bei der Sache ist, das ihr Hund Einstein heißt ) .
Unsere Hoffnungen, das ein Kaffee in der Nähe der Messe ist, indem wir uns aufhübschen können, wurde durch den freundlichen Kassierer des Parkplatzes zu nichte gemacht – aber wir Frauen sind ja flexibel und können das auch im Auto.
Gemütlich sind wir dann auf das Messegelände geschlendert, da wir ja noch Zeit hatten. Überall Anzug und Schlipsträger – auf einer Erotikmesse ???? Schnell war das auch geklärt, den eine andere Messe war zeitgleich. Quer durch die Hallen ging es immer weiter Richtung Venus – plötzlich standen wir mitten in der Fetisch-Area, keine Kontrolle, keine Eintrittskarten abfrage, kein nichts.
Erst am anderen Ende der Messehallen, den Eingang ( für uns eigentlich der Ausgang ) gefunden und nachgefragt. Wir sollten uns im Messebüro melden. Eine freundliche Hostess war uns behilflich – aber auf unseren Einladungskarten war nur der Stempel der Firma, die sie uns geschickt hat und das langte ihnen nicht. Was nun ? Wir bekamen gesagt, das sie die Karten so nicht annehmen können, da es ja eine Fälschung sein könnte und wir die Adresse drauf schreiben sollten. Ähmmm ja, soviel zur Fälschung. Adresse handschriftlich drauf, Eintrittskarten abgegeben und Zugangskarte bekommen.
Draußen noch auf einen Freund gewartet, der mir dann kurz vor dem Treffzeitpunkt eine SMS schrieb, das er ein wenig später kommt und wir schon einmal reingehen sollten.
Da es kurz vor 10:00 Uhr war, stellten wir uns in die Schlange und pünktlich eröffnete die Venus 2008 ihre Pforten.
Ab in die Halle 18, gleich der erste Stand war von einer Firma, die von Interesse für uns war – also völlig übermüdet ab in die Geschäftsgespräche.
Die Halle 18 war schnell durchlaufen und die interessanten Stände angeschaut. Kurzer Anruf bei unserem Freund, wo er den steckt – geklärt und abgeholt. Somit waren wir dann vollzählig.
Nach der Halle 18 dann in die Fetisch-Area, die nur ein paar wenige Stände hatte – ich dachte noch: „Wenn das in diesem Tempo weitergeht sind wir um 14:00 Uhr durch und können heimgehen“.
Ein junger Mann sprach mich an mit den Worten „Ficken gratis“ – ähmm „Nein ich bin bedient“ und zeigte auf meinen Mann. Lachend erklärte er mir, das damit ein Gratisgetränk gemeint war. Also Karte eingesteckt – mit der wir später noch viel Spaß hatten – und weiter in die nächste Halle.
Jetzt wurde langsam klar, das die Venus doch größer ist als angenommen. Manche Produkte, die uns online oder in den Katalogen gefallen hatten schlossen wir recht schnell wegen unsere Qualitätsansprüche aus, andere bei denen wir dachten: „Naja schauen nett aus“ überzeugten uns auf der Venus von ihrer Qualität.
Viele Geschäftsgespräche, viele sehr nette Händler und eine Menge Kaffee. Zum Glück waren die meisten Händler sehr nett und die Gespräche grade mit den englischen und holländischen Händlern sehr angenehm. Einige boten uns von sich aus an uns Samples, der neusten Modelle zu stellen, so das wir Vorführmodelle für unsere Partys haben.
Nachdem Geschäftsgespräch um 17:00 Uhr waren wir voll mit Infos, Kaffee und Katalogen samt Visitenkarten, uns rauchte der Kopf und wir waren def. Oversexed und beschlossen einen Break zu machen.
In Berlin nutzen wir die Zeit nach der Venus uns mit Freunden zu treffen, die dort wohnten und sind in eine urige österreichische Kneipe, das „no kangaroo“ gegangen und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Übernachtet haben wir bei Freunden, mit denen wir uns die halbe Nacht noch quatschend um die Ohren geschlagen haben. Das gemeinsame Frühstück dauerte dann länger als geplant und wir kamen erst gegen 15:30 –16:00 Uhr los.
Klar das wir in Stau kamen. 2x wegen eines Unfalles auf der anderen Seite der Autobahn – und einmal wegen einer Baustelle. Im letzten Stau, fuhr neben uns ein Auto mit 4 jungen Männern, die uns Frauen sehr interessiert anschauten um nicht zu sagen anglotzten. Wie das im Stau so ist fuhren sie irgendwann vor uns und die Jungs auf der Rückbank schauten als in unser Auto. Mein Kommentar war: „Gleich heb ich mein Shirt, dann haben sie was zu schauen“ mein Mann kam aber auf eine bessere Idee.
Neben das kleine Auto gefahren und die Karte „FICKEN gratis“ an die Fensterscheibe gehalten – die Blicke der Jungs waren lustig. Die Strasse wurde dann wieder frei und ich wusste gar nicht, das so ein kleines Auto so schnell fahren kann.
Ab da war die Fahrt dann ruhig und um 23:30 Uhr kamen wir endlich zuhause an.
Hier noch ein paar Impressionen der Messe:

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